Haftpflichtversicherung Hund Brandenburg

In Brandenburg ist die Haftpflichtversicherung nur für gefährliche Hunde Pflicht. Alle anderen Hunde sind von der Haftpflichtversicherungs-Pflicht befreit. Dennoch empfiehlt sich eine Absicherung durch eine Haftpflichtversicherung für Hunde. Denn: als Hundehalter bist du für jegliche Schäden, die durch deinen Hund enstehen verantwortlich. Dies ist durch Paragraph 833 des BGB geregelt. Dabei ist es absolut irrelevant, welche Schuld deinem Tier bei dem Unfall hatte. Fordert ein Kläger Schadensersatz, so können die Kosten schnell mehrere Tausend Euro betragen. Die Haftpflichtversicherung für Hunde ist nicht teuer, eine gute Police gibt es schon ab 50 Euro im Jahr. Daher ist es ratsam, dass ganz unabhängig von einer gesetzlichen Regelung eine Hundehaftpflicht abgeschlossen wird.

Leinenzwang, Maulkorbpflicht & Hundesteuer in Brandenburg

In Brandenburg ist der Leinenzwang und die Maulkorbpflicht seit 2004 auf Landesebene geregelt. Jedoch kann jede Kommune oder Landkreis noch zusätzliche, strengere Regelungen einführen. Lockerungen sind jedoch generell nicht möglich. Laut dem Brandenburger Hundegesetz müssen Hunde bei allen Veranstaltungen, bei denen Menschenmassen anzutreffen sind, an der Leine gehalten werden. Zudem gilt Leinenzwang in Park- und Grünanlagen sowie in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, Verwaltungsgebäuden, den Öffis sowie in Mehrfamilienhäusern. In der Landeshauptstadt Potsdam gilt weitreichende Leinenpflicht und es gibt leider nur ein ausgewiesenes Hundeauslaufgebiet am Babelsberger Park. Wo keine Leinenpflicht besteht, ist der Hund stets im Einflussbereich des Hundehalters zu führen. In Cottbus sind Hunde „auf den Verkehrsflächen gemäß § 2 der Stadtordnung nur angeleint geführt werden“. Zu den Verkehrsflächen zählen Straßen, Parkplätze, Geh- und Radwege, Wälder, Brücken und Unterführungen. Maulkorbpflicht besteht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem müssen gefährliche Hunde und Kampfhunde stets einen Maulkorb tragen. Dies gilt auch in Hundeauslaufgebieten.

Brandenburg: Wann gilt ein Hund als gefährlich?

In Brandenburg wird ein Hund als gefährlich eingestuft, wenn der Hund, ohne dass er selbst angegriffen oder provoziert wurde, einem Menschen oder einem anderen Tier Leid zugefügt hat. Aufgrund der Bissfreudigkeit bestimmter Rassen gelten der American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier sowie der Tosa Inu per se als gefährliche Hunde. Hunde dieser Kategorie dürfen in Brandenburg nicht gehalten werden. Zudem gibt es eine Liste für widerlegbar gefährliche Hunde. Hier kann die Gefährlichkeit getestet und somit eine Befreiung beantragt werden. Hierzu zählen der Alano, Bullmastiff, Cane Corso, Dobermann, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario, Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler und Kreuzungen der Rassen. Für gefährliche Hunde muss eine Hundehaftpflicht mit einer Deckungssumme von 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für sonstige Schäden abgeschlossen werden. Zudem dürfen die Hunde nur von volljährigen Haltern mit einem Sachkundeausweis und Führungszeugnis ausgeführt werden. Die Haltung dieser Hunde in Mehrfamilienhäusern gilt es vorab zu klären. Ist der Hund nachweislich nicht gefährlich, so muss er die grüne Plakette tragen.

 

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